Die Energiedichte kann mehr als verdoppelt werden

Dr.-Ing. Julian Jepsen (Helmut Schmidt Universität/Helmholtz-Zentrum Geesthacht) über seine Forschung an Metallhydriden

Julian Jepsen,
© Bina Engel

Woran forschen Sie?
An der Speicherung von Wasserstoff in einem Feststoff, in sogenannten Metallhydriden. Diese saugen den Wasserstoff auf, wie ein Schwamm.

Welche Verbesserungen bringt das (für die maritime Branche)?
Einen kompakten und sicheren Energiespeicher für den Antrieb und/oder die Bordstromversorgung. Die Energiedichte kann mehr als verdoppelt werden, im Vergleich zu konventionellen Wasserstoff-Druckspeichern.

Was fasziniert Sie daran?
Die hohe (globale) Relevanz im Zeichen des Klimawandels. Nur durch den Verzicht auf fossile Energieträger hin zu einer Wasserstoff-Technologie basierend auf regenerativ erzeugtem Wasserstoff, sind die Klimaziele der Bundesregierung und der Vereinten Nationen zu erreichen.

Was wird in Ihrem Forschungsbereich wichtig in den nächsten fünf Jahren?
(Zivile) Demonstrationsprojekte, welche die Praxistauglichkeit auch im großen Maßstab zeigen. Dabei gilt es vor allem, die Bekanntheit dieser Technologie zu fördern und einem breiteren Publikum zu präsentieren. Die eigentliche Praxistauglichkeit wird seit vielen Jahren schon in der militärischen Anwendung (U-Boote) demonstriert.

Was werden Sie nie gefragt, würden Sie aber gerne mal sagen?
Ist diese Technologie skalierbar? Ja, sie ist von Kleinstanwendungen, wie Glidern, bis hin zu Großanwendungen, wie dem Hauptantrieb eines Containerschiffes, skalierbar.

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