Entscheidend ist unsere exzellente Vernetzung

Dr. Nils Meyer-Larsen (ISL Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik) über maritime Logistik

Nils Meyer-Larsen,
© Bina Engel

Woran forschen Sie?
Das ISL Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik wurde 1954 in Bremen gegründet. Mit der Verbindung von Tradition und moderner Wissenschaft haben wir uns seither als eines der europaweit führenden Institute für Forschung, Beratung und Know-how-Transfer in der maritimen Logistik positioniert. Unsere Kompetenzfelder sind Maritime Environment, Maritime Intelligence, Maritime Security, Maritime Transport Chains und Maritime Simulation – wir sind dabei weltweit im Einsatz.

Welche Verbesserungen bringt das (für die maritime Branche)?
In enger Zusammenarbeit mit Praktikern aus der maritimen Branche, Behörden und wissenschaftlichen Einrichtungen erforschen wir neue Konzepte, erarbeiten innovative Lösungen und beobachten Entwicklungen und Trends. Wir ermöglichen es unseren Partnern aus Seeverkehrswirtschaft und Logistik mit fundiertem Fachwissen und durch die Bereitstellung von individuell zugeschnittenen Daten, bessere Entscheidungen schneller treffen zu können und Geschäftsabläufe zu optimieren. Insgesamt sorgen wir für den Transfer von Erkenntnissen aus der wissenschaftlichen Forschung in die Praxis zu den Unternehmen und in die politische Diskussion.

Was fasziniert Sie daran?
Es ist faszinierend, wie durch enge Kooperation mit Praktikern und Kooperationspartnern immer wieder neue, innovative Konzepte und Lösungen entstehen, die die Prozesse in der maritimen Welt weiter verbessern. Auch die verbesserte Nutzung und Verknüpfung von Daten, z.B. im Rahmen unserer Simulations- und Güterverkehrsmodelle, ermöglicht uns stets neue Erkenntnisse und erweiterte Dienstleistungen.

Was wird in Ihrem Forschungsbereich wichtig in den nächsten fünf Jahren?
Entscheidend wird auch in Zukunft unsere exzellente Vernetzung sein, sowohl mit den Praktikern aus der maritimen Branche als auch mit anderen wissenschaftlichen Einrichtungen, um gemeinsam zukunftsweisende Konzepte und Lösungen zu entwickeln. Wir haben dabei einerseits neue Dienstleistungen im Fokus, beispielsweise Prognosen mit neuen Modellen zu Datenauswertungen, andererseits den Einsatz neuer Technologien in der maritimen Logistik im Rahmen der Digitalisierung.

Was werden Sie nie gefragt, würden Sie aber gerne mal sagen?
Als Physiker finde ich das Thema Wasserstoff und seine Anwendung im maritimen Bereich äußerst spannend. Obwohl das Themenfeld nicht neu ist, scheint jetzt die Zeit reif zu sein für mannigfaltige Einsatzgebiete von Wasserstoff-Technologien. Jetzt gilt es, die Potenziale auszuloten und, wo sinnvoll, Anwendungen möglichst zügig in die Realität zu überführen.

 

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