Maritime Trends: Know-how-Erhalt

(nicht-öffentliche Fachveranstaltung)

Deutschland als Industrienation ohne eigene Rohstoffbasis lebt vom Im- und Export. Der überwiegende Teil dieser Warenbewegungen wird auf dem Seeweg abgewickelt. Damit ist die Schifffahrt mit allen ihren Bereichen – von den Besatzungen über das Lotswesen, Schiffslogistik, Schiffsmakler bis hin zur Schifffahrtsverwaltung – das Rückgrat der deutschen Wirtschaft.

Zur Sicherung des maritimen Know-hows gehört die Aus- und Weiterbildung qualifizierter Fachkräfte. Die enge Vernetzung der Bildungseinrichtungen mit Forschungsinstituten, Behörden und Unternehmen zeichnet zurzeit den maritimen Standort Deutschland aus. Davon profitieren alle Teilbranchen der maritimen Wirtschaft gleichermaßen, denn das Know-how ihrer Beschäftigten ist ein wichtiger Erfolgsfaktor im globalen Wettbewerb.

Noch spielt Deutschland vor allem in der Zulieferindustrie zur Schifffahrt eine führende Rolle. Der Schlüssel zur Sicherung dieser Rolle und der Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit der maritimen Branche sind die Erhaltung und der weitere Ausbau maritimen Know-hows.

Die Führungsrolle Deutschlands in der Entwicklung maritimer Technologien geht Hand in Hand mit der Know-how-Sicherung. Dafür muss der Forschungsstandort Deutschland unterstützt und weiterentwickelt werden. Die für die maritime Unabhängigkeit notwendigen Technologien sollten auch in Deutschland erforscht und die Forschung selbst bestmöglich finanziell unterstützt werden. Gerade in Bereichen, in denen eine Abhängigkeit von anderen Staaten droht, ist ein Abbau von Forschungs- und Entwicklungsvorhaltekompetenzen zu vermeiden.

Bei sich kontinuierlich verändernden Wettbewerbsbedingungen bleibt die Sicherung des maritimen Know-hows und damit die Sicherung der technologischen maritimen Souveränität in Deutschland eine vorrangige Aufgabe von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft.

Dr. Karin Kammann-Klippstein, Präsidentin des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH), wird sich dazu im einem Impulsvortrag äußern. Im Anschluss sollen Fragen, Anregungen und Ideen gemeinsam diskutiert werden.

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